Home-Office bleibt auch nach der Pandemie ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Dadurch gewinnen Managed Services weiter an Bedeutung. Gleichzeitig wächst im Jahr 2021 die Bedrohung für die Unternehmens-IT durch gezielte Cyberangriffe.

Das Jahr 2020 stellte uns alle vor nie dagewesene und nicht vorhersehbare Herausforderungen. Während die Corona-Pandemie alle Bereiche des öffentlichen Lebens fest im Griff hatte, führte der Lockdown viele Unternehmen an den Rand des Machbaren. Gerade die Unternehmens-IT rückte vielerorts in den Mittelpunkt, da den Mitarbeitern plötzlich die Arbeit aus dem Home-Office ermöglicht und die IT-Infrastruktur daran angepasst werden musste. Unternehmen mussten umdenken und waren in vielen Fällen gezwungen, sich ganz neu auszurichten und dabei neu zu erfinden.

Jetzt, da das einschneidende Pandemie-Jahr 2020 dem mit vielen Hoffnungen verbundenen Jahr 2021 platzt gemacht hat, stellt sich nicht nur für uns die spannende Frage, welche IT-Trends in den kommenden Monaten zu beobachten sein werden. Wir wagen eine Prognose.

Das Home-Office ist gekommen, um zu bleiben

Insider gehen davon aus, dass Home-Office auch nach der Pandemie ein Thema bleiben wird. Dafür sprechen auch die Bemühungen von Arbeitsminister Hubertus Heil, dem Arbeiten von zu Hause eine rechtliche Grundlage zu geben. Zweifellos ein erster Schritt, das Home-Office flächendeckend anzuerkennen. Und es funktioniert, wie wir in den vergangenen Monaten bei iwm feststellen konnten. Die Produktivität ist Zuhause oft sogar höher als im Büro. Möglich macht dies natürlich erst die fortschreitende Digitalisierung. Effektiv und unkompliziert online zusammenzuarbeiten, etwa mit Microsoft Teams, war vor zehn Jahren noch undenkbar. Heute stellt es keine technische Hürde mehr dar. Kein Wunder also, dass das zuvor noch weitestgehend unbekannte Programm aus der Office-Familie im Jahr 2020 einen regelrechten Boom verzeichnete. Dieser wird wohl auch 2021 weiter anhalten.

Auf Dauer führt kein Weg an der Cloud vorbei

Angesichts der Herausforderungen der Corona-Pandemie waren diejenigen Unternehmen im Vorteil, die ihre Systemumgebung bereits zuvor in die Cloud migriert hatten. Der wichtigste Vorteil der Datenwolke liegt dabei auf der Hand und wurde bereits oft thematisiert: maximale Flexibilität, die einen leichten Zugriff auch von Zuhause aus gewährleistet.

Doch welchen Stellenwert wird die Cloud nach der Pandemie haben? Einen großen, da sind sich alle Experten einig. Wer sich schon jetzt mit dem Thema auseinandersetzt, hat später weniger Sorgen, fördert sein Wachstum nachhaltig und erarbeitet sich einen echten Wettbewerbsvorteil. Im Jahr 2021 wird deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit die Waage weiter zugunsten der Cloud und weg von On Premise-Lösungen ausschlagen. Am besten schnürt man dabei gleich ein Komplettpaket, welches die Systeminfrastruktur, Softwarelösungen und Microsoft Office 365 umfasst.

Angespannte Bedrohungslage durch Cyberkriminalität

Weniger gefährlich für die Gesundheit des Menschen, dafür aber umso verhängnisvoller für die Sicherheit der Unternehmens-IT, sorgten wie schon in den Jahren zuvor auch 2020 Malwareattacken und Krypto-Trojaner für Schäden in Millionenhöhe. Betroffen waren Unternehmen jeder Größenordnung und Behörden, aber auch Krankhäuser und andere Institutionen der öffentlichen Versorgung gerieten verstärkt ins Fadenkreuz der Cyberkriminellen.

Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass derartige Angriffe auch im neuen Jahr nicht nachlassen werden. Vielmehr ist mit noch raffinierterem Vorgehen seitens der Verbrecher und noch gefährlicheren Derivaten von existierenden Trojanern und Viren zu rechnen. Technische Sicherheitsmaßnahmen mit Ende-zu-Ende-Strategie sind daher unerlässlich. Auch die Awareness der Mitarbeiter muss in die Abwehrstrategie miteinbezogen werden, um Social Engineering keine Chance zu geben. Die besten Schutzmechanismen bringen wenig, wenn am Ende ein Nutzer auf die fiesen Tricks der Hackergemeinde hereinfällt. Viele Unternehmen müssen hier noch nachbessern. Die Gefahr erst nehmen und wachsam bleiben heißt deshalb auch 2021 das oberste Gebot in Unternehmen.

Managed Services werden weiter an Bedeutung gewinnen

Immer komplexer werdende IT-Infrastrukturen, Cloud-Lösungen, Home-Office und Sicherheitsaspekte stellen Unternehmen vor die Herausforderung, Aufgaben der Informationstechnik zeitnah und fachmännisch umzusetzen. Während auf dem Arbeitsmarkt ohnehin nach wie vor ein Fachkräftemangel zu verzeichnen ist, sollen die Mitarbeiter sich zudem auf das Kerngeschäft konzentrieren können. Schon seit einigen Jahren kennt die Branche die Antwort auf diese Ausgangslage. Dienstleister bieten Managed IT Services an, in deren Rahmen sie Unternehmen Managementleistungen von der Betreuung der Infrastruktur bis hin zum Applikationsmanagement abnehmen.

Schon 2020 war ein deutlicher Anstieg der Nachfrage in diesem Bereich zu verzeichnen. Im neuen Jahr wird sich dieser Trend mit einiger Sicherheit weiter fortsetzen. Standen bislang jedoch vor allem das Monitoring von Hard- und Softwarekomponenten sowie das Patch-Management im Fokus, gewinnen auch Cloud Security-Leistungen für Microsoft 365 zunehmend an Bedeutung. Hier gilt es vielerorts nachzubessern. Wer in entsprechende Sicherheitsmaßnahmen investiert, verringert die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Phishingattacke zu werden.