Im Zuge der Digitalisierung erweisen sich IT-Infrastrukturen in Unternehmen zunehmend als komplexe Netzwerke mit vielschichtigen Hard- und Softwarekomponenten. Laufen sie reibungslos, gestalten sie Geschäftsabläufe im Arbeitsalltag effizient und sorgen mitunter für einen echten Wettbewerbsvorteil. Bereits geringfügige Störungen im System führen bisweilen jedoch zu großen Problemen, angefangen bei nicht greifenden Sicherheitskonzepten bis hin zu Fehleranfälligkeit und Schwierigkeiten in der Netzwerkumgebung. Am Ende stecken Unternehmen nicht selten viel Zeit und Geld in die Wartung und verschenken somit wertvolle Ressourcen. Ein bewährter Startpunkt für Optimierungsprozesse stellt die IT-Infrastrukturanalyse dar, bei der Bestandteile der IT-Landschaft inventarisiert, Schwachstellen ermittelt und die Ergebnisse in einem zielführenden Konzept zusammengeführt werden. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag aufzeigen, wie wichtig es ist, den aktuellen Zustand der Unternehmens-IT zu kennen und wie eine Infrastrukturanalyse im Einzelfall von Statten geht.

Warum eine Infrastrukturanalyse so wichtig ist

Wenn der Dienstcomputer plötzlich seinen Dienst versagt, muss schnellstmöglich Ersatz her. Beim Austausch der Hardware achten viele Unternehmen vornehmlich auf die Leistungsmerkmale und den Preis der Komponente, schauen jedoch nicht über den Tellerrand hinaus. So ziehen sie weder die Kompatibilität der neu einzukaufenden Hard- oder Software mit der IT-Gesamtinfrastruktur in Betracht, noch stellen sie sich die Frage, ob womöglich andere Komponenten ähnlichen Alters oder Zustands bald ebenfalls zum Problemfall werden könnten. Bis diese dann schließlich auch ausfallen und auf gleiche Weise ersetzt werden. Auch der Umgang mit Zugriffsregeln, Passwort- und Lizenzmanagement ist oft nicht eindeutig festgelegt. Hier fallen Entscheidungen oft im Einzelfall. Das Ende vom Lied: Es fehlt an einer Übersicht über die heterogen gewachsene IT-Umgebung, Sicherheitskonzepte greifen nicht und die Instandhaltung des chaotischen Netzwerkes verschleudert Unsummen an Geld und Zeit.

Die IT-Infrastrukturanalyse bringt hier Licht ins Dunkel. Sie identifiziert Ressourcenfresser, ermittelt Schwachstellen und deckt Potenziale für nachhaltige Effizienzsteigerungen auf. Dabei zielt sie einerseits darauf ab, sich abzeichnende Hard- und Softwareprobleme frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus versucht sie aber auch mittels Rückverfolgung vergangene Störungen zu analysieren, um dadurch wichtige Rückschlüsse zu gewinnen. Die helfen dabei, in Zukunft ein noch schlankeres System aufzubauen. Eine Infrastrukturanalyse in diesem Sinne ist anspruchsvoll und bedarf eines umfangreichen technischen Know-hows.

Was die Infrastrukturanalyse beinhaltet

Erster Schritt einer IT-Infrastrukturanalyse ist immer die Sichtung der betreffenden IT-Umgebung vor Ort im Unternehmen zur Ermittlung des IST-Zustands. Hier hilft uns als Dienstleister in der Regel ein vorher definierter Fragenkatalog, welchen wir penibel abarbeiten. Dieser orientiert sich an den neuesten Entwicklungen in der Branche, den offiziellen Richtlinien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), den GoBD-Grundsätzen, DSGVO-Vorgaben, aber auch persönlichen Erfahrungen allgemein und solchen hinsichtlich des Kunden. Um die Funktionstüchtigkeit von Hard- und Softwarekomponenten zu prüfen, installieren wir darüber hinaus für gewöhnlich Monitoring-Agenten, welche den Regelbetrieb über einen längeren Zeitraum überwachen und somit eindeutige Erkenntnisse liefern.

Mit den Erkenntnissen aus der Sichtung im Gepäck, dokumentieren wir den Zustand der IT zeitnah in auch für den technischen Laien verständlicher Form. Einerseits hilft uns eine ausführliche Dokumentation später bei der Analyse. Nebenbei hat eine detailliert festgehaltene Niederschrift für uns oder den Kunden aber auch den Vorteil, dass diese in Zukunft im Rahmen anderer Projekte oder Fragestellungen als Anhaltspunkt oder Entscheidungsgrundlage dienen kann, ohne dass erneut Daten erhoben werden müssen.

Weitere Vorgehensweise: Analyse und Handlungsempfehlungen

Sobald die Sichtung der IT-Infrastruktur abgeschlossen ist und die Daten zu Papier gebracht wurden, folgt die Analyse der IST-Situation. Ziel ist die Identifikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen. Stolpersteine können dabei an vielen Stellen lauern: fehlende Schutzmaßnahmen, eine teilweise oder gänzliche Missachtung rechtlicher Vorgaben, unzureichendes Patch-, Update-, Passwort- oder Backup-Management, ein nicht klar definiertes Notfallmanagement mit Checklisten, Alarmierungsketten, Handlungsempfehlungen im Störfall und Vertretungsregeln, veraltete oder defekte Hard- und Softwarekomponenten, Probleme mit der Lizenzierung von Softwareprodukten usw.

Auf dieser Grundlage sprechen wir dann in schriftlicher Form und zusammengefasst im Rahmen einer Präsentation der Ergebnisse vor Ort eindeutige Empfehlungen zur Behebung von Missständen und zur allgemeinen Optimierung der bestehenden IT-Infrastruktur aus. Natürlich bleibt die Entscheidung, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden und in welchem Zeitraum dies geschehen soll zur Gänze in den Händen des Kunden.

Sie möchten Ordnung ins Chaos Ihrer organisch gewachsenen IT-Umgebung bringen und sehen deshalb Bedarf an einer IT-Infrastrukturanalyse? Dann sprechen Sie uns doch einfach über das Kontaktformular auf dieser Seite, per E-Mail oder Telefon an!